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“DJ sein ist einfach genial - Du kommst als erster zur Party und erlebst mit, wie sich der Raum mit Leuten füllt. In gewisser Weise sind diese Leute Dir und Deiner Arbeit ausgeliefert. Du bringst sie sicher durch die Warm-Up-Phase und dann irgendwann springt der Funke über. Jetzt ist Bewegung auf der Tanzfläche angesagt und Du hast diese Bewegung ausgelöst. Du tastest Dich von einem Titel zum nächsten, sorgst mit Effekten und Mischungen für Überraschung, Ausgelassenheit und gute Laune. So ein Feedback versetzt Dich hinter den Reglern in einen immer neuen Rausch, der Dich anspornt und zu Höchstleistungen treibt - bis zum Chill-Out, dem Ende der Veranstaltung. Jetzt ist der Raum wieder leer. Du packst Deine Sachen und verlässt ihn mit dem Gefühl ‘es mal wieder geschafft zu haben’. Bis zum nächsten Mal...”
Johnny B. 2003
Bereits von klein auf interessierte er sich für alles, was Knöpfe, Schalter oder Tasten hatte und dabei noch Geräusche machte. Die grosse Yamaha-Heimorgel war dabei vor ihm ebensowenig sicher wie Verstärker, Tape-Deck, Plattenspieler und Bandmaschine der heimischen Stereo-Anlage. Mit 12 Jahren schliesslich stand er das erste Mal hinter einer “Musik-Anlage” - bestehend aus 2 Kassetten-Recordern, die für Stimmung auf einer Klassenparty sorgen sollten. Schnell war allerdings klar, dass aus dieser Situation ein Hobby geboren war, das intensiviert werden wollte. Der Plattensammlung lag die ABBA-Single “Fernando” aus dem Jahr 1975 (Geschenk der Eltern) zugrunde - heute umfasst sie ca. 1.000 Vinyl-Scheiben. Hinzu kommen die mittlerweile etwas zeitgemäßeren CD’s - schätzungsweise 2.000.
Die Beziehung zur Musik wurde auf verschiedene Arten gesucht. Der Orgelunterricht wurde nach 8 Wochen erfolglos abgebrochen. Stattdessen versuchte er sein Glück im Knabenchor seiner Schule, dem er über 4 Jahre angehörte. Als dann allerdings Themen wie “12-Ton-Musik” in den Vordergrund des Musikunterrichtes rückten, wurde der Chor aufgegeben. Stattdessen wurde nun die Tanzschule aufgesucht. Hier bot sich ihm nach kurzer Zeit die Möglichkeit, mehr aus seinem Hobby zu machen. Tanzpartys, Schüler-Discos, Abschlussbälle und DJ-Wettbewerbe sollten die nächsten Jahre prägen. Den vorläufigen Höhepunkt bildete der 2. Platz beim deutschen Moderatoren-Cup in Gütersloh, dem 3 Vorausscheidungen auf regionaler Ebene vorangegangen waren.
Nachdem der musikalische Background gefestigt war und das Moderieren von öffentlichen Veranstaltungen einen gewissen Feinschliff erlangt hatte, widmete er nun seine Aufmerksamkeit der Technik. Referenzgeräte wie der legendäre Technics SL 1210 MK II rückten in greifbare Nähe und waren keine unerfüllbaren Träume mehr. Die semiprofessionelle Anlage aus dem Conrad-Katalog wurde Zug um Zug in Pro-Equipment umgetauscht. Die notwendigen Kenntnisse wurden durch die Arbeit in einer Firma für professionelle Licht- und Tontechnik erworben. Das derzeitige Equipment umfasst Geräte von Technics, DENON, Sennheiser, Soundcraft, SONY und SHURE. Trotzdem gilt nach wie vor: Das beste Equipment ist erst dann leistungsfähig, wenn es richtig bedient wird...
Ein DJ sollte immer einen guten Bezug zu der Musik haben, die er auflegt. Johnny B.’s Musik wurde entscheidend von den 80er-Jahren geprägt. Somit zählen natürlich 80er-Parties zu den bevorzugten Events, die er besucht. Auch wenn man meinen sollte, dass gerade diese Veranstaltungen auf die Dauer nichts neues beinhalten, legt er hier einen besonders hohen Maßstab an. Dubletten (Wiederholungen eines Titels während der selben Veranstaltung) werden konsequent vermieden - so bleibt Platz für “Schätzchen”, die zwar nicht so geläufig aber dennoch mindestens genauso beliebt sind wie der ständig neu produzierte Multimix, der zwischenzeitlich auch seinen Weg ins Radio gefunden hat.
Referenzen:
- Westbahnhof, Aachen (aka DJ Eisbär)
- Jakobshof, Aachen
- Hechelei, Bielefeld
- Tarm-Center, Bochum (aka DJ Eisbär)
- Biskuithalle, Bonn (jetzt Keksdose-Bonn, div. Abiturparties)
- Opernhaus, Bonn (Republikparty)
- Tanzschule Lepehne-Herbst, Bonn
- Solendo, Dortmund
- Live-Station, Dortmund (aka DJ Codo)
- Stahlwerk, Düsseldorf (aka DJ Codo)
- Zeche Carl, Essen
- Herbrands, Köln (aka DJ Eisbär)
- KoMed, Köln (Eröffnung)
- Kölner Oper, (5. Kölner Theaternacht)
- Ringlokschuppen, Mülheim
- Vodafone D2 (div. Events)
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